Allgemein bekannt dürfte es sein, dass die Familie von Ditfurth eng mit der frühen Geschichte Steinatals verknüpft ist. Weniger bekannt ist, dass diese Verknüpfung mit dem Datum vom 25.05.1784 begann. An diesem Tag wurde eine Urkunde ausgestellt, die einen Moritz von Ditfurth als Lehnsbesitzer des Steinataler Fleckens – also der Fläche, auf der sich unsere Schule befindet – ausweist. Damit begann die Erschließung des späteren Schulgeländes. Das war vor 240 Jahren.

Auf die Folgegeschichte dieses frühen Kapitels unserer Schulgeschichte einzugehen, würde hier den Rahmen sprengen. Es sei gleichwohl erwähnt, dass die Erschließung forstwirtschaftlichen Zwecken folgte, in dessen Rahmen es zum Bau eines Adelswohnsitzes kam – dem Waldhaus, späteren Mädchenheim der Melanchthon-Schule. Dieses stand an der Stelle, wo sich heute die Bauminsel der Busschleife befindet, existiert aber – leider – nicht mehr. Wohl aber steht in der Nähe des ehemaligen Waldhauses noch ein flaches Fachwerkhaus, zu Ditfurthschen Zeiten die Försterei. Ist sein heutiger Bauzustand nichts weniger als traurig zu bezeichnen, so ist es dennoch das älteste Gebäude im Steinatal. Übrigens nutzten die Ditfurths das Waldhaus als Wohn-und Forstsitz bis 1925.

Alexander Grow