Am Donnerstag fuhren die Schülerinnen und Schüler der 8c mit ihrer Klassenlehrerin Frau Krawetzke und Frau Wagner, die die Veranstaltungen der Melanchthon-Schule als Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage betreut, nach Kassel zum Sara Nussbaum Zentrum, um sich über die Geschichte der Juden und Jüdinnen in Kassel und in nordhessischen Orten wie Schwalmstadt und Neukirchen zu informieren.

Die Leiterin des Zentrums, Frau Elena Padva, referierte nicht nur über die wechselvolle Geschichte bis 1933 und die Diskriminierung, Verfolgung bis zur Ermordung der jüdischen Bevölkerung während der NS-Diktatur, sondern erzählte den Jugendlichen auch von der jüdischen Gemeinde in Kassel heute. Dass Ereignisse wie der Anschlag auf die Synagoge in Halle sehr ernst genommen werden müssen, zeigte sich auch an der Polizeipräsenz vor Ort. Neben der ständigen Ausstellung über jüdische Kasseler Bürgerinnen und Bürger konnten die Achtklässler sich auch eine Präsentation über die Rettung jüdischer Kinder aus Kassel, die in der NS-Zeit nach Großbritannien ausreisen durften, ansehen.
Am Freitag begleiteten Frau Kurz und Frau Wagner die Klasse 7c in das Sara Nussbaum Zentrum. Die Schülerinnen und Schüler hatten sich im Unterricht mit der Biografie Anne Franks beschäftigt und die Schulausstellung über die Kindertransporte von jüdischen Kindern aus der Schwalm besucht, so dass sie gut vorbereitet mit Frau Padva über das Thema Antisemitismus ins Gespräch kamen. Beide Schulklassen sowie die Lehrerinnen fanden den Besuch im Sara Nussbaum Zentrum interessant und empfehlenswert für andere Schulklassen.