Expertenvortrag an der Melanchthon-Schule Steinatal

Am Dienstag, den 18.02.2020, hat ein Vortrag von Dr. Gerhard Pfreundschuh zu dem hoch aktuellen, vielschichtigen Thema "Kampf der Kulturen und Wirtschaftssysteme" an der Melanchthon-Schule Steinatal stattgefunden.

Der Referent, Herr Dr. Gerhard Pfreundschuh, hat in seinem Vortrag das "westliche Marktmodell" dem "chinesischen Marktmodell" gegenübergestellt und dabei die Rolle der USA, der EU und Chinas in den Blick genommen.

Neben kompakten Einschüben zu volks- und wirtschaftspolitischen Cleavages wie beispielsweise Monetarismus und Fiskalismus sowie shareholder und stakeholder value konnte der Referent sehr anschaulich darstellen, welche Rolle der EU als dritter Weg zwischen den Wirtschaftsmächten USA und China zukommt und auch zukünftig zukommen sollte. Dabei spielten auch die einschneidenden Ereignisse der Finanz- und Wirtschaftskrise 2007/8 eine ebenso prominente Rolle wie das aktuelle Interesse Chinas an der (außer-) europäischen Realwirtschaft. Dabei war sein zentrales Anliegen, die Schüler*innen für die Notwendigkeit zu sensibilisieren, sich für ein global langfristiges Überleben in (Welt-)Frieden und Freiheit bei angemessenem Wohlstand einzusetzen und die friedliche Koexistenz der Kulturen zu gewährleisten. Grundsätzlich riet Dr. Pfreundschuh zu einem optimistischen und pro-europäischen Blick auf die Dinge, die es nun aber gelte, richtig anzupacken – und zwar frei von jeglicher ideologischer Bevormundung. Dies war als dringender Aufruf dazu zu verstehen, die Probleme selbst frei zu durchdenken und mit Gewinn für alle Beteiligten zu lösen.

(Text: Tobias Altmann)

 

Hintergrundinformation zu Herrn Dr. Gerhard Pfreundschuh:

Herr Dr. Gerhard Pfreundschuh ist Reserveoffizier der Panzergrenadiere und Jurist, er war in der Innenverwaltung und im Ernährungsministerium in Baden-Württemberg tätig, weiter arbeitete er als Erster Bürgermeister von Wertheim, als Landrat des Neckar-Odenwald-Kreises und war zudem in großen kommunalen Wirtschaftsunternehmen tätig.

Er ist Mitglied der Clausewitz-Gesellschaft.