Dieses Jahr liegen Muttertag und Vatertag eng beieinander. Heute am Sonntag ist Muttertag und am kommenden Donnerstag ist Vatertag. An eine pandemische Ausnahmesituation wie in den vergangenen Monaten dachte man natürlich wohl eher nicht, als man den Muttertag bzw. den Vatertag erfand. Insofern passt in diesem Jahr die terminliche Nähe gut, vermutlich sogar ausgezeichnet. Denke ich. Denn gegenwärtig haben es ja viele erkannt, dass die Leistungen der Eltern und Erziehungsberechtigen in Zeiten des Homeschoolings nicht genug geschätzt werden können.

„Du sollst Vater und Mutter ehren!“ (2. Mose 20, 12) Die Bibel hat dies ja schon immer so gesehen – und sie liegt ja mit ihren Anliegen meist gar nicht so verkehrt. Denn es hat ja auch immer etwas mit Dank und Anerkennung zu tun, seine Eltern zu ehren. Auch ohne ausgewiesene Extra-Tage würde das gehen. Natürlich. Aber mit Muttertag und Vatertag geht es erst recht. Dann kann man neben einer Schachtel Pralinen, einem Strauß Blumen oder etwas Selbstgebasteltem noch zusätzlich mit Worten aufwarten: „Danke für die Pausenbrote, die ich tagtäglich bekomme!“ „Es ist toll, dass Du mir zuhörst, wenn ich eine Frage habe!“ „Danke für die gemeinsame Zeit im Garten und vor dem Fernseher!“ „Manchmal brauche ich einen Rat und du gibst ihn mir!“

Warum also nicht mitmachen beim Muttertag und Vatertag? Lob und Dank müssen auch mal ausgedrückt werden. Man muss ja nicht gleich zurückrudern, nur weil man die dann und wann fragwürdige Geschichte des Muttertages kennt.

Muttertag und Vatertag heben Menschen in den Himmel. So ist es kein Wunder, dass Vatertag an Christi Himmelfahrt platziert wurde, wo bekanntlich Jesus Christus zu seinem Vater zurückgekehrt ist. Und der Muttertag ist natürlich auch im Blick, denn Gott tröstet wie eine Mutter tröstet – vielleicht eines der schönsten Gottesbilder der Bibel. Insofern spricht aus Gottes Sicht nichts dagegen, wenn man Mutter und Vater an ihren besonderen Tagen hochleben lässt – Richtung gen Himmel und gerne auch dreimal.

Bleibt gesund und behütet!