Am Montag, 8.11.21, erlebten die Schülerinnen und Schüler der E-Phase ein Zeitzeugengespräch, das viele von ihnen tief beeindruckte. Zu Gast war Eva Stocker aus der Schweiz, die zunächst Ausschnitte aus ihrem Film „Das 2. Leben“ zeigte und anschließend mit den Schülerinnen und Schülern ins Gespräch kam.

Frau Stocker wurde 1944 als Kleinkind aus einem Deportationszug gereicht, von einem Bahnbeamten in Obhut genommen und später in ein Waisenhaus gebracht. Der Zug fuhr weiter nach Auschwitz. Eva Stocker überlebte – ihre Mutter nicht.

Als Erwachsene machte sie sich auf die Suche nach ihrer eigenen Geschichte und beschäftigte sich gleichzeitig mit der Frage: Wie leben jene Menschen weiter, die die Schrecken des Holocaust überlebt haben? In ihrem Film interviewt sie u.a. Anita Lasker-Wallfisch, Esther Bejarano und Eva Fahidi-Pusztai.

Die Fragen der Schülerinnen und Schüler im Anschluss an den Film machten deutlich, wie beeindruckt sie von der Kraft der Frauen waren, sich nach ihren schrecklichen Erlebnissen ein „zweites Leben“ aufzubauen und sich später so für die Gesellschaft zu engagieren.

„Ihr müsst euch informieren. So etwas darf nie wieder passieren“, appellierte Frau Stocker am Ende der zweistündigen Veranstaltung.

Die Veranstaltung wurde moderiert und organisiert von Herrn Junker in Kooperation mit der Gedenkstätte und Museum Trutzhain.