Es herrscht wieder Krieg in Europa. Ein Umstand, an den wir uns nur schwer gewöhnen wollen. Aber was bedeutete das damals und was bedeutet das heute? Wenn sich junge Schülerinnen und Schüler gegenwärtig mit Fragen dieser Art beschäftigen, sind diese aufgrund der aktuellen Geschehnisse in Europa gegenwärtiger als man es sich wünschen würde.

Im projektorientiert angelegten Unterricht der Melanchthon-Stunden hat die Klasse 7c gemeinsam mit Schulsozialarbeiterin Heidrun Kalbfleisch und ihrem Lehrer Thomas Dittschar jüngst den Soldatenfriedhof nahe Trutzhain sowie die Gedenkstätte Trutzhain besucht. „Mich hat es erschreckt, dass hier auch Kinder begraben sind.“ oder „Manche liegen in Massengräbern, das finde ich sehr traurig.“ sind nur einige der Erkenntnisse, die die Schülerinnen und Schüler der 7c gesammelt haben.

Die Frage „Was hat das Ganze mit mir zu tun?“ ist dabei mehr als eine rein rhetorische Frage, die eine Verbindung zwischen damals und heute schafft. Sie spiegelt vielmehr das Interesse heutiger Generationen für die Geschehnisse in der Vergangenheit und Gegenwart wider. Wie man derartige Zugänge für Schülerinnen und Schüler schafft, versteht die Gedenkstätte Trutzhain und Geschichtslehrerin Daniela Forst auf wirklich einzigartige Art und Weise. Das Bild zeigt Schülerinnen der 7c am Kreuz der russisch-orthodoxen Kirche am Kriegsgefangenenfriedhof nahe Trutzhain.

Jeder Grabstein, jeder Name, jedes Opfer erzählt eine eigene, traurige Geschichte, damals wie heute. Auf der Spurensuche erkannten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7c auf interaktive Weise, dass in dem Gedenken der Vergangenheit auch der Schlüssel für die Ausleuchtung der Zukunft liegt.

Thomas Dittschar